Ort: Zitadelle - Zeughaus, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Im Jahr 2010 jährt sich zum 500. Mal der Berliner Hostienschändungsprozess von 1510, in dem der Diebstahl einer Monstranz und zweier Hostien aus der Dorfkirche von Knobloch (Havelland) verhandelt wurde. Der Dieb gab unter der Folter an, eine Hostie an den Juden Salomon in Spandau verkauft zu haben, der sie mit anderen Juden geschändet haben soll. In einem großen Schauprozess wurden 40 Juden und der Dieb verurteilt und am Ort des heutigen Strausberger Platzes hingerichtet.
Die Ausstellung zeichnet die Anatomie dieses inszenierten Verbrechens an den Brandenburger Juden nach und setzt sich mit seiner Rezeption auseinander. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Spandau Urkunden, Gemälde, Frühdrucke und unterschiedlichste Gegenstände, die Aufschluss über die religiösen, sozialpsychologischen, politischen und wirtschaftlichen Aspekte des prekären Verhältnisses von Christen und Juden in damaliger Zeit geben können.
Öffnungszeiten: Mo-So 10.00 bis 17.00 Uhr - auch an allen Feiertagen Eintritt (inklusive Museen, Juliusturm, Ausstellungen):
Preise: 4,50 € / 2,50 €, Familienkarte 10,- €, Gruppe ab 10 Personen 3,50 € / Person
Für Rückfragen:
Zitadelle - Presse, Christian Melzer, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin Tel. : 030/354 944 206 u. 0177 3303 118 christian.melzer@zitadelle-spandau.de
christian.melzer@zitadelle-berlin.de
Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Str 28/30
10117 Berlin (Karte)
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