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AKTUELL!! Ausstellungsverlängerung bis 30. November 2005!
relativ jüdisch.
Albert Einstein – Jude, Zionist, Nonkonformist
Eine Ausstellung im historischen Repräsentantensaal der Jüdischen Gemeinde Berlin im Centrum Judaicum vom 8. März bis 6. Mai 2005 und vom 1. September bis 30. November 2005.
Albert Einstein bezeichnete sich selbst – nach einer frühen religiösen Phase – als „konfessionslos“. Er lehnte die Vorstellung eines persönlichen Gottes ab. Zugleich war Einstein im Judentum tief verwurzelt.
Konfrontiert mit dem Antisemitismus in Deutschland, erlebte er die jüdische Gemeinschaft als eine Schicksals-gemeinschaft. Ende des Jahres 1932 in den USA beschloss Einstein nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, nicht mehr nach Deutschland zurückzukehren. Von seinem Exil aus konnte er zahllose Verfolgte unterstützen, die sich hilfesuchend an ihn gewandt hatten. Als Einstein nach 1945 vom Ausmaß des Völkermordes an den europäischen Juden erfuhr, war er derart erschüttert, dass er nie wieder deutschen Boden betrat.
Für Einstein standen kulturelle und politische, nicht religiöse jüdische Aspekte im Vordergrund. Ein wichtiges Anliegen war ihm ein friedlicher Ausgleich zwischen jüdischen und arabischen Interessen. Bis zur Gründung des Staates Israel 1948 trat Einstein für eine binationale Lösung in Palästina ein. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete er sein Verhältnis „zum jüdischen Volke“ als „die stärkste menschliche Bindung“, die er jemals hatte.
Albert Einstein auf einer jüdischen Studentenkonferenz in Berlin,1924
konzerte.
Albert Einstein gab am 29. Januar 1930 ein Violinkonzert zu Gunsten des Wohlfahrts- und Jugendamtes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. An dieses Ereignis vor 75 Jahren erinnernd, werden in den Sommermonaten 2005 drei Konzerte in der Neuen Synagoge die Rolle der Musik für den berühmten Physiker beleuchten
26. Juni 2005, 17.00 Uhr
Zwei Leuchttürme. Albert Einstein und Pablo Casals
Als Mitglieder des Musiker-Komitees zur Unterstützung der spanischen Demokratie setzten sich Einstein und Casals gemeinsam für den Sturz der Franco-Diktatur ein. Das Gesprächskonzert, bei dem vor allem Cellosuiten von Johann Sebastian Bach erklingen, beleuchtet, was die beiden Männer, die als "Weltgewissen" galten, sonst noch miteinander verband.
Prof. Wolfgang Böttcher, langjähriger Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker und Professor an der Universität der Künste Berlin, spielt zwei Solo-Suiten von Johann Sebastian Bach und wird über die Rolle Pablo Casals für die Bach-Interpretation sprechen. Zweiter Gesprächspartner ist der amerikanische Musikkritiker und Photograph Paul Moor, der mehrfach am Casals-Festival in Prades teilgenommen und dabei auch Pablo Casals kennen gelernt hat. Er hat dabei bislang unpublizierte Photos des großen Cellisten gemacht, die er bei diesem Anlass zeigen und kommentieren wird. Der Abend wird moderiert von Albrecht Dümling, Vorsitzender von musica reanimata, Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e.V.
Der Eintritt beträgt 8 €, ermäßigt 5 €.
27. August 2005, 21.00 Uhr
Serenade mit Einstein+Einstein
Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ wird ein besonderer Event auf der Freifläche der Neuen Synagoge an die ungewöhnliche Verbindung zwischen Alfred und Albert Einstein erinnern. Der Mozart-Forscher Alfred Einstein und der Wissenschaftler Albert Einstein waren befreundet und musizierten gemeinsam. Stipendiaten der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker spielen die Mozart-Serenaden KV 375 und KV 388. Der Abend beginnt mit der Hawdala-Zeremonie zum Schabbat-Ausgang. Im Gespäch mit Hans-Günter Klein erläutert Albrecht Dümling die singuläre Rolle Alfred Einsteins für die Mozart Forschung.
Eintritt im Rahmen der Langen Nacht der Museen.
10. September 2005, 20.30 Uhr
Von Kreisler bis Einstein.
Geiger um Franz Rupp
Als Beitrag zur „Langen Nacht Albert Einstein“ präsentiert das Centrum Judaicum einen musikalischen Abend mit Beispielen aus dem Repertoire Albert Einsteins, der in Princeton gemeinsam mit dem ebenfalls ins Exil getriebenen Pianisten Franz Rupp musizierte. Das Konzert skizziert ein Lebensbild des heute fast vergessenen Pianisten. Rainer J. Kimstedt spielt Violin-Kompositionen von Beethoven, Schubert und Kreisler, während Verena Rein (Sopran) Lieder von Schubert, Wolf und Strauss sowie ausgewählte Spirituals singt. Am Klavier begleitet Kensei Yamaguchi. Moderation: Albrecht Dümling.
Eintritt Frei.
In Zusammenarbeit mit:

Weitere Informationen zur Konzertreihe als PDF
vorträge.
Im Rahmen einer Vortragsreihe präsentieren internationale Experten Aspekte der Biographie Albert Einsteins. Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
30. März 2005
Hillel Tryster, langjähriger Direktor des Steven Spielberg Jewish Film Archive Jerusalem: „Einstein und der frühe zionistische Film“
12. April 2005
Prof. Dr. Jürgen Renn, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Adjunct Professor für Philosophie und Physik an der Boston University: „Jenseits des Mythos“
21. April 2005
Prof. Dr. Robert Schulmann, bis 2000 Herausgeber der „Collected Papers of Albert Einstein“ und Professor für Geschichte an der Boston University: „Albert Einstein – ein politischer Jude“
27. April 2005
Barbara Wolff, seit 1990 Mitarbeiterin in den Albert Einstein Archives, The Jewish National and University Library, The Hebrew University of Jerusalem, Israel: „’...völlig trunken und behext...’ Albert Einstein und die Musik“
pressemitteilung.
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Presseinformation als .doc (Deutsch, 200kb)
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